IBY Rotweingut

Eine Geschichte mit Tradition

Die IBY-Ära beginnt

Einer der ersten Weinbauern war der 1884 geborene Anton Iby – gleichsam Anton I. Sein 1909 geborener Sohn Anton II heiratete in das Bauernhaus Petschowitsch und bekam mit seiner Ehefrau, Maria Petschowitsch, zwei Söhne, Anton III (1931) und Paul (1933). Auf diesem Bauernhof-Grundstück der Familie Petschowitsch steht bis heute das Rotweingut IBY. Anton Iby II fiel im Alter von nur 36 Jahren dem 2. Weltkrieg 1944 zum Opfer.

Anton III geht ans Werk

Anton III erweiterte bis in die 1970er Jahre sukzessive die Anbauflächen auf 5,5 Hektar. In den 1960er Jahren begann er mit der Flaschenfüllung und Vermarktung seines Rotweines im kleinen Rahmen. Mit Ehefrau Maria hatte er vier Kinder. Zwei Söhne und zwei Töchter.

Der heutige „Senior“ – Anton IV (geb. 1955) vinifizierte 1983 gemeinsam mit Ehefrau Johanna erstmals Rotwein auf einer Rebfläche von 1,25 ha.

Bewegte 80er Jahre

1986 wurde erstmals ein Blaufränkischer im Barrique ausgebaut und erhielt 1992 seinen Markennamen Chevalier. 3 Jahre später 1989 gelang der Bgld. Landessieger mit den Jahrgang 1987. Die Rebfläche wuchs inzwischen auf gute 14 Hektar an und die erste Baustufe des Weinguts-NEU wurde erfolgreich absolviert; fertiggestellt 1993 bis 1995. Sohn Anton V (geb. 1975)  beendete 1994 die Weinbauschule in Klosterneuburg und stieg nach Auslandsaufenthalten in Priorato (Spanien) und Napa Vally (Kalifornien) 1996 als Oenologe und Kellermeister ins elterliche Weingut ein. Nach Beendigung der 2jährigen zweiten Baustufe wurden im Jahr 2000 der moderne und technisch ausgereifte Keller mit Presshaus und der Verkostungsraum feierlich eingeweiht. Auch die Rebfläche wuchs weiter an: auf 20 Hektar. Jetzt war für die Familie IBY der richtige Zeitpunkt gekommen, enge Bande mit den wichtigsten Handelspartnern zu knüpfen.

Blaufränkisch an die Spitze

Iby Anton V präsentiert 2000 sein Erstlingswerk: eine Blaufränkisch dominante Cuvée Names Quintus. Als Blaufränkischpionier entwickelt Anton V einen Blaufränkisch der Spitzenklasse – Blaufränkisch Juwel. Die beinahe 60 jährige, tiefgründige Lage Dürrau eignet sich hierfür einmalig. Somit wird zum zweiten Mal, seit 1993 im Jahr 2000 der Blaufränkisch Dürrau selektiv gefüllt. Das war die Geburtsstunde, für das internationale Image dieser unverkannten Rebsorte.

1774 Hektar Blaufränkisch im Mittelburgenland (Stand 2009) verfügen diese über die größte Blaufränkischfläche aller Weinbaugebiete. Als bezeichnend für den Mentalitätswandel jener Zeit darf eine Aussage von Anton Iby aus Horitschon gelten: „Ich bin gegen Ende der 1990er Jahre zu der Einsicht gelangt, dass der reinsortige Blaufränkische noch besser sein muss als der damals so beliebte Cabernet Sauvignon, sofern wir uns um unsere heimische Sorte in gleichem Maße bemühen wie um den Cabernet.“ Als Konsequenz dieser Überlegung hackte Iby im Jahr 2004 sämtliche auf seiner Scholle befindlichen Rebstöcke der Sorten Cabernet Sauvignon, Pinot Noir und Syrah aus und pflanzte an deren Stelle Blaufränkischreben.

Blaufränkisch-Juwel

 Mit dem Jahrgang 2000 wurde im Mittelburgenland das Blaufränkisch-Juwel-Projekt gestartet. Erstmals wurde damit von Erzeugerseite her dem Blaufränkischen das höchste Potenzial im Weingut zugemessen. Auch wenn anfänglich noch zu viel Holz- und Rösteinsatz im Spiel gewesen ist, so kommt diese Aktion der Mittelburgenländer einer Initialzündung gleich, die auf breiter Basis einen Bewusstseinswandel – weg von den Cuvées, hin zum reinsortigen Blaufränkischen – einleitete. (Text Johann Werfring Wiener Zeitung)

Die Weinakademie in Rust verleiht Anton V 2001 das „Diploma in Wines and Spirits“ zur Graduierung als Weinakademiker.

 

Das neue Jahrtausend

Anton IBY IV gilt aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung als „Doyen und Lobbyist“ der burgenländischen Rotweinwinzer. In seiner Funktion als Obmann des VBM – Verband Blaufränkisch Mittelburgenland – führte er 2005 mit dem DAC Mittelburgenland das erste DAC des Burgenlandes ein.

Wobei seine Frau Hanni eher im Hintergrund wirkt, denn ihr Lebensinhalt sind die Weingärten. Ihr außergewöhnliches Wissen und ihr Engagement widmet sie der wichtigsten Basis eines Weinguts, nämlich dem Rebstock.

Der Umsatz wächst kontinuierlich, ebenso die Rebfläche – sie beträgt mittlerweile 30 Hektar und Hauptabnehmer der vielfach ausgezeichneten IBY Weine wird die Gastronomie im In- und Ausland. Zuwachs bekommt auch die Familie selbst:

2003 lernt Anton V seine Eva kennen. Ihr Kommunikationstalent wird im Betrieb für Organisation und Marketing eingesetzt. Die beiden sind mittlerweile verheiratet und stolze Eltern von vier Kindern. Mit Leib und Seele ist Eva Mutter ihrer zwei Mädls und zwei Buben. Wenn dann noch Zeit bleibt, kümmert sie sich mit um den Vertrieb.

Bio-Umstieg!

2008 wurden nicht nur Flaschenlager, Maschinenhalle und Energiezentrale errichtet, sondern ein offizieller Antrag auf biologische Wirtschaftsweise gestellt. Der Betrieb bewirtschaftet inzwischen 40 ha. Seit dem Jahr 2011 wird das IBY Rotweingut von der Kontrollstelle BIOS zertifiziert. Somit gilt das IBY ROTWEINGUT als BIO-Weingut . … und natürlich heißt einer der beiden IBY Buben wieder Anton ….der VI. Damit die Geschichte mit Tradition weiter geht…

Betriebsübergabe

2017 übernehmen Anton V (Quintus) und Eva Maria den Betrieb von den Eltern.

Damit wird die Weinlinie noch klarer und prägnanter. Da sich die beiden darauf konzentrieren, ihre eigene Stilistik zu entwickeln, die auf Weinschönungen aller Art verzichtet und stattdessen die Charakteristik der Rebsorte, des Bodens und des Klimas unverfälscht wiederspiegelt.

Daher ist die Rückbesinnung auf das große Holzfass unumgänglich. Das Resultat sind fruchtige, geschmeidige-elegante und äußerst finessenreiche Rotweine, die von Beginn an begeistern.

Neues Design

Der Weinstilistik entsprechend, wird ein neues Etiketten-Design entwickelt und somit auch das Logo neu designt. Der altbewährte „IBY-Balken“ muss weichen. 2018 wird das neue IBY – Design beim Rotwein-Herbst der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Schrift und das Haus bleiben bestehen. Der Hintergrund ist weiß, damit die 3 Buchstaben klar und deutlich erkennbar werden. Horitschon und Burgenland bilden das Fundament. Das Eichenblatt in der Mitte, steht für Horitschon! Denn nach alter Überlieferung, bedeutet Horitschon , die Leute vom Eichenwald. Wo heute Blaufränkisch wächst, sind früher Eichen gestanden.

 

Neues Presshaus

Ein neues Presshaus mit moderner Traubenübernahme sowie ein Fassreife-Raum mit 2 Temperaturzonen wird gebaut, um die Trauben noch schonender verarbeiten und vinifizieren zu können. Der Jungwein benötigt für den Säureabbau höhere Temperaturen. Wobei der reifere Wein sich bei kühleren Temperaturen wohler fühlt. Wichtig ist dabei, die präzise Frucht und die frische Lebendigkeit in den Weinen muss erhalten bleiben. So können Weine für die Ewigkeit entstehen…